WARUM und WIE kam es zum Hollywood-Katzenhotel?


Vor vielen Jahren, als ich meine erste Katze bekam, lernte ich diese oftmals eigenwilligen, sensiblen Tiere lieben. Schnell merkte ich, daß ich einen gewissen Draht zu Katzen habe und diese auch zu mir. Im  Winter des Jahres 2001 geschah folgendes:

Auf mein Grundstück hatte sich eine ängstliche, dünne aber dennoch bildschöne Katze verirrt. Ich bekam sie ca. eine Woche lang täglich für nur wenige Sekunden zu Gesicht, sobald ich mich ihr nähern wollte, verschwand sie immer direkt. Jeden Tag stellte ich ihr Futter hin, damit das arme Tier bei der Kälte zumindest etwas zu fressen bekam - und siehe da, des Nachts fraß sie den Futternapf leer. Dies ging so einige Tage weiter, bis sie irgendwann etwas zutraulicher wurde und bis dann schließlich das Unfaßbare geschah. Die scheue, verängstigte Katze kam zu ihrem Futternapf und ich spürte, daß der Zeitpunkt gekommen war, auf sie zuzugehen. Vorsichtig hockte ich mich hin, streckte ihr meine Hand entgegen und erwartete ein Fauchen, Kratzen oder Beißen, evtl. gar die Flucht, doch nichts dergleichen geschah. Es war wie ein Wunder. Die Katze, noch vor wenigen Tagen scheu und extrem ängstlich, schmiegte sich an meine Hand und begann zu schnurren und zu miauen. Langsam streichelte ich ihr über Kopf und Rücken und nahm sie schließlich auf den Arm. Einen schöneren Liebesbeweis, als den dieser Katze, kann man sich von Tieren kaum vorstellen. Auf meinem Arm sitzend “umarmte” sie mich, als wolle sie mich nie mehr loslassen, sie rieb ihren Kopf fest an meine Wangen. Seit diesem Tag “verstehen” wir uns richtig gut, wie sprechen miteinander und lesen uns einander unsere Wünsche von den Augen ab. Für diese Erfahrung bin ich dieser kleinen Kreatur wirklich dankbar. Der Gipfel letztendlich war, daß dieser kleine Kater kastriert war, offensichtlich hatte er schon bei Menschen gelebt, die ihn dann aber wohl nicht mehr “brauchen konnten” und ihn einfach ausgesetzt hatten.

Dies war der Anstoß für mich, darüber nachzudenken, eine Katzenpension zu eröffnen. So möchte ich nun Katzenbesitzern die Möglichkeit bieten, während ihres Urlaubs, aus Krankheitsgründen, wegen Geschäftsreisen oder sonstigen Anlässen, eben immer dann, wenn sie keine Zeit für ihre Katzen haben, diese zu mir zu bringen. Ich wünsche keiner Katze, daß sie so wie mein “MIEZI” plötzlich alleine in einer fremden Umgebeung ein Überlebenstraining veranstalten muß, bis sie, wenn sie Glück hat, nocheinmal von Menschen aufgenommen und geliebt wird. Mein Tierarzt befürwortete die Idee, zumal es hier in weitem Umkreis keine Katzenpension gibt. Nach einigen Überlegungen und Besichtigungen diverser Katzenpensionen war mir klar, daß in meinem Katzenhotel nur katzengerechte, liebevolle Haltung in Frage kommen wird. Das bedeutet: Keine “Einzelhaft” in kleinen Boxen, sondern Gemeinschaftshaltung, in der allen Gästen die Möglichkeit geboten wird, so zu leben, wie sie es zu Hause lieben (Sofa, Höhlen, Kratzbäume, Liegebretter - und mich als Katzenmutter). Im Januar 2003 wurde mit dem Bau des Außengeheges begonnen und im März habe ich das Hotel eröffnet.

Das Hollywood-Katzenhotel besteht jetzt aus einer kompletten Katzenwohnung mit zwei liebevoll und katzengerecht eingerichteten Räumen von ca. 60 qm, natürlich mit Zentralheizung, in denen sich meine kleinen Gäste frei bewegen können, spielen, schlafen, fressen oder einfach mit neuen Freunden kuscheln können, gerade so, wie sie möchten. Das durch eine Katzenklappe zu erreichende Freilaufgehege mit einer Grundfläche von 48 qm und einer Höhe von 3,20 m animiert zu einem Abenteuerurlaub. Zwei Kletterbäume aus Eiche, Aussichtstürme, Höhlen, Liegebretter bieten Spaß ohne Ende. Alles nach dem Motto für meine Feriengäste - so sollte Katzenurlaub sein!

Meine Erfüllung ist es, nach Beendigung eines Katzenurlaubs gesunde, glückliche, zufriedene und ausgeglichene Katzen ihren Besitzern übergeben zu können, so daß die Katzenbesitzer mir ihre Lieblinge für den nächsten Katzenurlaub gerne wieder anvertrauen.

IHR Hollywood-Katzenhotel
Bettina Finger